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Magazin für Umwelt- und Tierschutz
1 Bedrohte Tiere
1.1 Über die Konferenz
1.2 Das Internet bedroht seltene Arten
2 Bedrohte Tierarten im Meer
2.1 Haie
2.1.3 Der Fang
2.1.3.1 Als Beifang in den Netzen
2.1.3.2 Die grausame Praxis des Finnings
2.1.3.3 Das Fleisch der Haie
2.1.3.4 Statussymbol Haifischflossensuppe
2.1.3.5 Bestände
2.1.3.6 Biodiversität
2.1.4 Anträge
2.1.5 Verhandlungsergebnis
2.1.5.1 Zunächst ein Votum für den Heringshai
2.1.5.2 Andere Haie bleiben ungeschützt
2.1.5.3 Auch der Antrag für den Heringshai wurde abgewiesen
2.2 Blauflossen-Thunfisch
2.2.1 Blauflossen-Thunfisch im Mittelmeer bald ausgestorben?
2.2.2 Verhandlungsergebnis
2.2.3 Nachtrag
2.3 Korallen
2.3.1 Antrag
2.3.2 Verhandlungsergebnis
3 Bedrohte Tierarten an Land
3.1 Elefanten
3.1.1 Die Lage
3.1.2 Anträge
3.1.3 Verhandlungsergebnis
3.2 Eisbären
3.2.1 Bedrohung
3.2.2 Antrag
3.2.3 Verhandlungsergebnis
3.3 Tiger
3.3.1 Verhandlungsergebnis
3.4 Leguane, Frösche und Salamander
4 Aussagen zum Schluß der Konferenz
Quellen
Aktualisierungen
Das Washingtoner Artenschutzabkommen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES), das am 3. März 1973 erstmals unterzeichnet wurde, leistet einen sehr wichtigen Beitrag zum Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Eigentlich ein Handelsabkommen, ist CITES dennoch eines der wirkungsvollsten Instrumente des Artenschutzes. Es regelt mittlerweile die Ein- und Ausfuhr von rund 8.000 bedrohten Tier- und 40.000 Pflanzenarten.(Finke, 2010a; Söhner, 2010)
Und bald es wieder so weit: Vom 13. bis 25. März 2010 findet die 15. Vertragsstaatenkonferenz (COP-15) statt. Mehr als 2.000 Delegierte aus 175 Ländern werden für zwei Wochen in Doha/Katar zusammenkommen, um über das Schicksal vieler Tierarten zu entscheiden - darunter acht Haiarten und der atlantischen Blauflossen-Thunfisch. Ziel der COP-15 ist es, Tiere und Pflanzen vor den Gefährdungen durch den internationalen Handel zu schützen. Auch Vertreter von Nichtregierungsorganisationen werden teilnehmen. Darunter sind auch zwei Vertreterinnen des Naturschutzbundes NABU.(Finke, 2010a; Söhner, 2010; Schwarte, 2010)
„Nie zuvor gab es auf einer CITES-Konferenz so viele Schutzanträge für Haie oder die Forderung nach einem Handelsstopp für eine kommerziell so bedeutende Art wie den Roten Thun. Das kommt nicht zu früh, denn es ist wirklich allerhöchste Zeit, dass der internationale Handel für diese massiv bedrohten Fischarten endlich kontrolliert bzw. beendet wird“, kommentiert die NABU-Artenschutz-Expertin Heike Finke. „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen aktiv für den Schutz und damit den Erhalt der bedrohten Tierarten einzusetzen. Die Bundesregierung muss ihrer Verantwortung für den Arterhalt gerecht werden und darf dem Überleben gefährdeter Tierarten nicht im Weg stehen.“ Die Partei Bündnis 90 / Die Grünen erklärt, auch der Schutzstatus des afrikanischen Elefanten oder der Eisbären werde kontrovers diskutiert. (Finke, 2010a; Söhner, 2010)
Das Internet ist zu einer der größten Bedrohungen seltener Arten geworden. Zu diesem Schluß kommen Experten auf der COP-15. Kampagnenleiter berichten darüber, dass es im Internet leichter sei denn je, lebende Löwen-Babys oder Eisbär-Felle in Online-Auktionen und über Chatroom-Seiten zu erwerben. "Das Internet wird zum dominanten Faktor im globalen Handel von geschützten Arten", so Paul Todd vom International Fund for Animal Welfare. Tausende von geschützten Arten werden regelmäßig im Internet gehandelt und die Verkäufer nutzen die Anonymität und den globalen Markt, den das Netz bietet.(Finke, 2010b)
Internet als Handelsplattform: Die USA sind der größte Markt, doch auch Russland, China, Europa und Australien spielen eine große Rolle. Erst gestern, Sonntag, haben die Delegierten über den Schutz eines sehr seltenen iranischen Salamanders abgestimmt, der nach Angaben des WWF durch den Internethandel extrem dezimiert wurde. "Das Geschäft mit bedrohten Arten blüht", meint auch Greenpeace-Meeresbiologin Antje Helms (www.greenpeace.at) gegenüber pressetext. Bei etwa einem Viertel der bedrohten Arten, die im Internet verkauft werden, handelt es sich um Meerestiere."Bei Käufern herrscht vielleicht Unwissenheit darüber, dass die eine oder andere Korallenkette aus bedrohten Arten hergestellt ist", so Helms. (Finke, 2010b)
Kriminelle Organisationen mischen mit: "Der Handel im großen Stil wird hingegen von kriminellen Organisationen bestritten", erklärt die Expertin. Erst am Wochenende scheiterte die Unterschutzstellung von zahlreichen Korallenarten, die vor allem in der Schmuckindustrie genutzt werden. "Einige der rosa und roten Korallenartenbestände sind in den vergangenen Dekaden um bis zu 70 Prozent zurückgegangen" so Ricardo Aguilar, Forschungsdirektor der Umweltorganisation Oceana www.oceana.org. Verschiedene Vorschläge, bedrohte Tierarten vermehrt zu schützen, wurden abgewehrt. Delegierte werden diese Woche über den Handel mit Elfenbein abstimmen. Zwei afrikanische Staaten fordern eine Lockerung des Elefantenschutzes, um mit Elfenbein zu handeln. (Weitlaner, 2010)
Mehr als 100 Millionen Haie werden laut NABU weltweit jährlich gefangen - vielen Arten droht durch die massive Überfischung das Aus. Zwischen 1950 und 2003 sind allein die offiziellen Haifischfänge weltweit von etwa 273.000 auf fast 900.000 Tonnen gestiegen. Hinzu kommt eine enorme, da lukrative Piratenfischerei. Zwar sinken die Fangzahlen seit 2004 wieder leicht, doch das liegt nach WWF-Angaben nicht an einem neuen Bewusstsein für die Bedrohung der Haie, sondern an den weltweit einbrechenden Populationszahlen. (Gramling, 2010a)
Dem großen Hai geht es an den Kragen, weil er riesige Flossen hat, die sich gut im Suppentopf machen. Oft landet der Weißspitzen-Hochseehai, auch Longimanus genannt, als Beifang auf dem Deck von Thunfisch- und Schwertfischfänger-Booten. 65 bis 88 Prozent dieser Tiere leben noch, wenn sie an einer dieser Langleinen hängen. Und die meisten von ihnen würden wohl überleben, ließe man sie wieder vom Haken. Das Problem: Ein Kilo Longimanus-Flossen bringt im internationalen Handel 45 bis 85 US-Dollar - ein schönes Zubrot für viele Fischer. (Finke, 2010a)
Der Platz auf den Booten ist knapp und wird für wertvolle Thun- oder Schwertfische gebraucht. So schneiden sie den Haien einfach die kostbaren Flossen ab und entsorgen die verstümmelten, noch lebenden Tiere im Meer, wo sie elendig verenden. „Shark Finning“ wird diese grausame Praktik genannt. „Vor allem Weißspitzen-Hochseehai und Bogenstirn-Hammerhai enden wegen ihrer sehr großen Flossen oft als Haifischflossensuppe in asiatischen Restaurants“, sagt Volker Homes.(Finke, 2010a)
Zu den gefangenen Arten zählen auch heimische wie der Dorn- und der Heringshai. Ihr hochwertiges Fleisch ist bei den europäischen Verbrauchern sehr begehrt. Oft wird es mit dem des Schwertwals verglichen. Es wird international gehandelt. So wurden beispielsweise im Jahr 2000 allein in der EU 20.000 Tonnen Dornhai-Fleisch konsumiert - ob in Deutschland als Schillerlocke (geräucherter Bauchlappen) oder „very british“ als Fish & Chips. Andere Pseudonyme im deutschen Handel sind „See-Stör“ oder „Kalbsfisch“. (Finke, 2010a)
Die große Nachfrage in Europa treibt international den kommerziellen Fischfang an und führt zur Ausrottung der Bestände. Die beiden Haiarten kommen auch in deutschen Gewässern vor. „Der weltweite Appetit auf Delikatessen wie Sushi, Haifischflossensuppe oder auch die in Deutschland so beliebte Schillerlocke treiben diese Meeresräuber an den Rand der Ausrottung“, warnt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.(Finke, 2010a)
Das Fleisch der Hammerhaie wie beispielsweise des Bogenstirn-Hammerhais, des Großen Hammerhais und des Glatten Hammerhais hingegen gilt als verhältnismäßig wertlos, dafür sind ihre Finnen Gold wert. Sie sind groß und weisen eine besonders hohe Dichte an langen Kollagenfasern auf. Genau diese Besonderheit macht sie zu einer äußerst teuren Delikatesse. Verkocht zu Haifischflossensuppe, sehen diese Fasern aus wie Spaghetti - je dicker und länger, umso besser und auch umso teurer. Bei Auktionen auf dem „Hong Kong Fish Market“ gehen die Flossen des Großen Hammerhais durchschnittlich für 135 Dollar pro Kilogramm über die Theke, für die Finnen des Bogenstirn-Hammerhais müssen ca. 103 Dollar pro Kilogramm hingeblättert werden, Glatter Hammerhai ist für 88 Dollar pro Kilogramm zu haben. Zusammengenommen machen die Flossen dieser drei Hammerhai-Arten nach Schätzungen des NABU sechs Prozent aller Finnen auf diesem Markt aus. Jährlich sterben Millionen Hammerhaie, damit Gastgeber in Südostasien ihren Gästen das prestigeträchtige Gericht (je nach Land kostet eine Schale zwischen 70 und 100 US-Dollar) vorsetzen können. Das bleibt nicht ohne Folgen für die Bestände, die durch die intensive Befischung immer stärker zurückgehen. Grund ist der weitgehend unregulierte internationaler Handel mit erheblichen Gewinnen.(Finke, 2010a)
Bogenstirn-Hammerhaie
Laut International Fund for Animal Welfare (IFAW) wurde im Nordwestatlantik die Population des Bogenstirn Hammerhais zwischen 1986 und 2000 um 89 Prozent dezimiert. Auch der NABU nennt diese Zahlen. Eine Expertengruppe der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) nimmt einen Rückgang um 83 Prozent für dieselbe Population an in einem Zeitraum von 1981 bis 2005 und sogar einen 90-prozentigen Verlust der Population im Südwestatlantik. (Dinkelmeyer, 2010)
Heringshaie
Eine Bewertung aus den Jahr 2009 zeigte, dass auch die nord- und südatlantischen Heringshai-Bestände mittlerweile um mehr als 50 Prozent zurückgegangen sind. Auch das Bundesumweltministerium sieht die Bestände durch die Überfischung in einem kritischen Status.(Finke, 2010b; Schwarte, 2010)
Weißspitzen-Hochseehai
Die Bestände des Weißspitzen-Hochseehais sind nach Angaben des IFAW in manchen Gebieten um 60 bis 70 Prozent gesunken. (Dinkelmeyer, 2010)
Anfälligkeit
Haie sind generell anfällig für die Überfischung, weil die Tiere sehr langsam wachsen und die Geschlechtsreife teilweise erst im Alter von 30 Jahren erreichen. Dadurch könnten sie hohe Fangzahlen nicht durch eine schnellere Reproduktionsrate ausgleichen. (Gramling, 2010a)
Beim gemeinsamen Pressegespräch von NABU und Tierpark Hagenbeck in Hamburg wies Tierparkchef Dr. Stephan Hering-Hagenbeck darauf hin, welche enorm wichtige Rolle Haie im Ökosystem Meer spielen und knüpfte die Verbindung zum für 2010 ausgerufenen „Internationalen Jahr der Biodiversität“.
„Das Jahr 2010 ist das internationale Jahr der biologischen Vielfalt. Wir sind verpflichtet, uns mit aller Kraft dafür einzusetzen, die biologische Vielfalt in diesem Jahr noch besser auf der globalen politischen Agenda zu verankern. Ziel muss sein, die Weichen für einen wirksamen internationalen Artenschutz neu zu stellen, um die dringend erforderliche Trendwende einzuleiten. Denn die Biodiversität – und damit der Reichtum unserer Erde – schwindet weltweit noch immer in dramatischem Ausmaß“, mahnte Bundesumweltminister Norbert Röttgen vor der Konferenz.
Der Südseestaat Palau und die USA wollen der Ausbeutung ein Ende machen und reichten zur COP-15 einen Antrag zur Listung dieser drei Hammerhai-Arten auf Anhang II ein. In dieser Schutzkategorie ist ein internationaler Handel zwar möglich, aber auf Haie aus solchen Beständen beschränkt, die durch den Fang nicht nachteilig beeinflusst werden. Weitere sechs Hai-Arten sind durch die USA zur Aufnahme in Anhang II beantragt worden und werden intensiv verhandelt werden. Wie das Bundesumweltministerium berichtet, möchte auch Deutschland erreichen, dass Dorn- und Heringshai besser geschützt werden.
„Eine CITES-Listung auf Anhang II bedeutet zwar kein Fangverbot, dennoch begrüßt der NABU diesen wiederholten Anlauf der EU, über eine Listung zumindest Handelskontrollen einzuführen“, betont Tschimpke. Schon auf der 14. CITES-Konferenz in Den Haag/Niederlande hatte Deutschland im Namen der EU einen Vorstoß gemacht, um entsprechende Regularien einzuführen. Ohne Erfolg.
Um den Haiarten maximale Erfolgschancen einzuräumen, waren die Antragsteller - USA, Palau und die EU - bereit, Zugeständnisse zu machen, um den Vorbehalten einiger Delegationen zu begegnen. Beispielsweise sollten die Länder zwischen 18 und 24 Monate Zeit erhalten, um notwendige Maßnahmen einzuführen. Denn besonders der Umsetzung im Falle einer Anhang-II-Listung galt die Sorge vieler Vertragsstaaten.
Am 23.3.2010 gab es eine Entscheidung für den Heringshai. Vor drei Jahren hatte der kleine Neffe des Weißen Hais den Sprung in Anhang II nicht geschafft. Der WWF sprach von einem Teilsieg. Für die stark überfischten Bestände des Heringshais werde es wahrscheinlich eine Verschnaufpause geben. Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte das Votum zugunsten dieser Haiart.
Der Heringshai scheint zu den wenigen Gewinnern der Konferenz in Doha zu gehören, erklärte der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Der Antrag auf eine Anhang-II-Listung, erarbeitet von Deutschland und eingereicht von der EU und Palau, wurde mit einer Zweidrittel-Mehrheit angenommen. Damit wird es für diese stark überfischte Haiart ab 2012 internationale Handelskontrollen geben. Voraussetzung ist, dass der Antrag in Doha nicht noch einmal im Plenum eröffnet und negativ entschieden wird. „Das ist ein unglaublicher Erfolg“, freut sich NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke, „denn der Antrag ist in der Vergangenheit bereits zwei Mal gescheitert. Wenn es bei der heutigen Entscheidung bleibt, haben die Heringshai-Bestände endlich eine Chance, sich zu erholen.“
Die Liste der Verlierer sahen die Umweltschützer länger und länger werden. Die internationale Staatengemeinschaft verweigert Hammerhai und Weißspitzen-Hochseehai den Schutz. Auch der bedrohte Dornhai darf weiterhin gefangen werden. „Wenn sich schon die internationale Staatengemeinschaft nicht zu einem konsequenten Schutz durchringen kann, dann sollten wenigstens die Verbraucher gänzlich auf Hai-Spezialitäten verzichten“, sagt Konferenzteilnehmer Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz. Der WWF hoffte nun, dass aufgrund der knappen Abstimmungsergebnisse die Entscheidungen zu Hammer- und Weißspitzen-Hochseehai im Abschlussgremium zur UN-Konferenz noch einmal diskutiert und neu bewertet werden. (Gramling, 2010a)
Die EU, die USA und andere Länder unterstützten die Initiative für mehr Transparenz im Handel mit Haifischprodukten. Der Antrag enthielt auch Forderungen, Forschungsprojekte zur Bedrohung der Tiere zu fördern. Dabei seien der Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini) und der Weißspitzenriffhai (Triaenodon obesus) besonders gefährdet. Doch dieser Antrag fand nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.
Doch alle Anträge, auch die für die Haie, konnten bis zum Ende der Konferenz im Plenum noch einmal geöffnet und verhandelt werden. Das geschah dann auch. Am letzten Tag der Konferenz wurde auch dem Heringshai wieder der Schutz verweigert. Entsprechend enttäuscht reagierten die Umweltschützer: „Die Meeresbewohner sind offenbar in den Augen vieler Staaten nicht schützenswert. Kurzfristige, wirtschaftliche Interessen scheinen von größerer Bedeutung als das Überleben der Arten“, kritisiert Volker Homes, Leiter WWF-Artenschutz.
Auch der Naturschutzbund sah es als eine verpasste Chance, massiv überfischte Arten unter Management zu stellen, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Eine Aufnahme in Anhang II wäre hier ein erster, wichtiger Schritt gewesen. „Das ist ein Ausverkauf der Haie“, so Finke. „Kurzfristige wirtschaftliche Interessen rangieren hier weit vor dem Erhalt einer Art. Sehr bald schon wird niemand mehr diese Haiarten befischen können, weil es sie nicht mehr geben wird.“
Erschwert wurde der Anlauf der Antragsteller zudem von der Meinung einiger Delegierter, dass das Management von Haien in die Hand regionaler Fischerei-Organisationen gehöre und kein Gegenstand von CITES sei. „Bisher haben die regionalen Fischerei-Organisationen in Sachen Haie nichts unternommen. Aber wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum viele Delegierte die Verantwortung lieber bei diesen Organisationen sehen. So können sie weiter ungehindert Millionen von Haien jährlich fangen“, kommentierte Finke.
Antrag von Monaco. Auch der vom Aussterben bedrohte Rote Thunfisch soll endlich besser geschützt werden. Monaco hat ein absolutes Handelsverbot des atlantischen Blauflossen-Thunfisches beantragt. „Bei der Verhandlung dieses Antrags wird es bei der Konferenz hoch hergehen. Wir erwarten heftigen Widerstand einiger Vertragsstaaten“, erläutert die NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke.
Geschichte und aktuelle Lage. Thunfisch-Fang hat in den Mittelmeerländern lange Tradition. Schon die Römer haben die großen Fische mit Leinen gefangen. Allerdings blieb die Fischerei bis zum 20. Jahrhundert dank der einfachen Fangtechniken nachhaltig. Danach rüsteten die Fischer auf, denn Blauflossen-Thunfisch wurde - dank der Dose - lukrativ. Hinzu kam, dass in den Achtziger-Jahren der Sushi- und Sashimi-Markt in Japan förmlich explodierte. Um die große Nachfrage befriedigen zu können, machen heute High-Tech-Flotten mit Hilfe von Radar und Sonar, riesigen Netzen und Langleinen Jagd auf die schnellen Fische. Das große Geld lockt. Das Bundesumweltministerium hält diese große Nachfrage als Ursache für die katastrophale Bestandsabnahme im Mittelmeer und im Atlantik. Die Fangquoten sind - entgegen wissenschaftlicher Empfehlungen - immer noch großzügig bemessen, dazu kommt eine hohe Dunkelziffer an illegalen Fängen. Ändert sich die Situation nicht, droht die unwiederbringliche Ausrottung der Blauflossen-Thunfische im Mittelmeer, warnt der NABU. Für den Blauflossen-Thunfisch (Roter Thun) ist es eine Minute vor zwölf. Seit Jahren warnen Experten, dass die Bestände unter dem Druck der massiven Befischung kollabieren werden. Ihre Prognosen scheinen sich zu bestätigen: Der Bestand der fortpflanzungsfähigen Tiere ist im Ostatlantik und im Mittelmeer zwischen 1957 und 2007 um 74,2 Prozent zurückgegangen, am stärksten in den letzten zehn Jahren (60,9 Prozent). Der WWF spricht sogar von bis zu 85 Prozent. Selbst bei einem fast vollständigen Fangverbot bis 2022 würden die Bestandszahlen in den ersten Jahren weiter sinken, vermuten Wissenschaftler.
Widerstand. „Die Fischereiindustrie sowie die zuständigen Ministerien vieler Staaten sträuben sich jedoch gegen ein solches Verbot“, erklärte Undine Kurth, Parlamentarische Geschäftsführerin und Sprecherin für Tierschutzpolitik der Partei Bündnis 90 / Die Grünen. „Auch die deutsche Ministerin Aigner spricht sich anscheinend dagegen aus. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich dem Schutz dieser vom Aussterben bedrohten Tierart nicht länger entgegen zu stellen, sondern sich den Empfehlungen der EU-Kommission und des EU-Parlaments anzuschließen. Der Schutzstatus des Roten Thunfisches muss im CITES-Abkommen deutlich erhöht und ein Handelsverbot ausgesprochen werden.“ (Söhner, 2010) Auch das Bundesumweltministerium sieht hier einen großen Streitpunkt aufkommen. Die Europäische Gemeinschaft diskutiere derzeit intensiv, ob sie den Antrag unterstützen wird.
Gutes Beispiel. „Monaco“, erklärt Tschimpke, „ ist mit gutem Beispiel vorangegangen. Im ganzen Fürstentum ist der atlantische Blauflossen-Thunfisch von den Speisekarten und den Regalen verschwunden - ganz freiwillig und ohne Handelsstopp.“
11. 3. 2010: Kurz vor der Konferenz einigten sich alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) in Hamburg darauf, ein internationales Handelsverbot für den Roten Thun zu unterstützen. Der WWF bgerüßte die Ankündigung, kritisierte aber auch die daran geknüpften Bedingungen. „Die EU-Staaten haben sich zu einem Minimalkonsens durchgerungen, wenn sie ihre Unterstützung an Ausnahmeregelungen für die europäische Fischereilobby knüpfen und den Handelsstop bis 2011 aufschieben wollen“ sagte Heike Vesper, Fischerei-Expertin des WWF. „Ein temporäres Handelsverbot zum Schutz des Roten Tuns muss ohne weitere Einschränkungen bereits für diese Fangsaison wirksam werden. Die Zeit zum Taktieren ist längst abgelaufen, wenn die EU diese Art ernsthaft schützen will.“ Wissenschaftlicher Untersuchungen zeigen, dass alle erforderlichen Kriterien für eine Listung des Roten Tuns auf Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) erfüllt sind. Diese Listung entspricht einem weltweiten kommerziellen Handelsverbot. „Um Ihre Glaubwürdigkeit auf der internationalen Bühne des Artenschutzes nicht zu verspielen, sollte die Europäische Gemeinschaft das Handelsverbot ohne Wenn-und-Aber unterstützen“.
Auf der anstehenden Konferenz der CITES erwartet der WWF ein erbittertes Tauziehen um den begehrten Fisch. Vor allem von Japan sei Widerstand gegen ein Handelsverbot zu erwarten. Dort stellt der Fisch eine Grundlage der Sushi Tradition dar. 90 Prozent der Fänge aus dem Mittelmeer sind keine frei lebenden Populationen. Sie werden über Monate in schwimmenden Anlagen gemästet und dann nach Japan exportiert. Der Rote Tun gehört zu den teuersten Speisefischen der Welt.(König, 2010a) Der japanische Fischereiminister Hirotaka Akamatsu erwartete in den Verhandlungen die Unterstützung Chinas.
18. 3. 2010: Am Nachmittag des 18.3.2010 legte Monaco seinen Vorschlag zur Abstimmung vor. Es folgte eine Rede des Vertreters der EU, der vorschlug, dieses Verbot erst Mai 2011 beginnen zu lassen. Japan, Kanad und Vertreter einiger Mitglieder der Arabischen Liga argumentierten, dass regionale Organisationen zum Fischereimanagement (RFMOs) wie ICCAT das beste Forum seien, um den Rückgang der Bestände anzugehen. Sie fügten hinzu, dass mit einem Verbot des Handels die Fischerei nicht zurückgehen werde. Sie streben natürlich an, die Bestände nachhaltig nutzen. Nach einer leidenschaftlichen, aber relativ kurzen Diskussion bat der Vertreter Libyens, zur Abstimmung überzugehen. Island verlangte eine geheime Abstimmung.
Die Anträge zum Schutz des bedrohten Roten Tunfisches fanden auf der Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens keine Mehrheiten. Die Deligierten lehnten den Vorschlag der Europäischen Union (EU) mit 43 Ja-Stimmen, 72 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen ab, den Monacos mit 20 Ja- Stimmen, 68 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen. Das Ergebnis löste bei den Anwesenden gemischte Gefühle aus, teils Frustration, teils Befriedung.. Die Art der Abstimmung sorgte für Verwirrung.
In einer Pressekonferenz am Ende des Tages gab der japanische Delegationsleiter Masanori Miyahara, der monegassische Botschafter Monacos und der Vertreter Katars Mohamed Saeed Al-Mohanndai zu, dass die Bestände überfischt sind. Gemeinsam erklärten sie, dass es nun Zeit ist, dass die ICCAT aktiv wird. Der Generalsekretär der CITES Willem Wijnstekers sagte sofortige Hilfe bei den notwendigen Schutzmaßnahmen zu.
Entsprechend enttäuscht äußerte sich der WWF: "Das Votum der Vertragsstaaten ist eine Schande und setzt den König der Meere dem Untergang aus“, sagt Karoline Schacht Fischereiexpertin des WWF. „Diese Entscheidung ist ein Kniefall vor Wirtschaftsinteressen. Damit bleibt der Rote Tunfisch auch in Zukunft einer entfesselten Fischerei und einem nimmersatten japanischen Sushimarkt ausgesetzt.“ Selbst der "weichgespülte" EU-Antrag wurde abgelehnt.(König, 2010b) Mit der Ablehnung des Handelsverbots für den hoch bedrohten Blauflossenthunfisch wird dieser weiterhin als Sushi-Delikatesse auf dem japanischen Markt enden – und das, obwohl die Population nach WWF-Angaben um bis zu 85 Prozent eingebrochen ist. „Bei den Anträgen zum Blauflossentunfisch und den Haien ging es darum, das dauerhafte Überleben dieser Arten zu sichern. Es ist eine Schande, dass sich hier Staaten durchsetzen konnten, die schonungslos ihre Gewinninteressen verfolgen“, sagt Volker Homes. Vor allem Japan, China und ihre Verbündeten hätten die Konferenz offen und aggressiv torpediert. So feierte beispielsweise die japanische Delegation die Entscheidung zum Blauflossenthunfisch mit Sushi-Häppchen, die aus eben dieser hoch bedrohten Fischart hergestellt wurden. „Es ist fraglich ob es bei der nächsten UN-Artenschutzkonferenz in drei Jahren noch genügend Blauflossenthunfische im Mittelmeer gibt, damit sich ihr Fang überhaupt lohnt“, sagt Volker Homes.
Im Mittelmeer wird der von Aussterben bedrohte Rote Tunfisch auch 2010 gefangen. Am 10.6.2010 beendete die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki vorzeitig die Saison der Ringwadenfischerei . Die industriellen Fangflotten der EU hatten ihre jährlichen Quoten bereits nach der Hälfte der vierwöchigen Saison erfüllt.
Der WWF begrüßt diese Maßnahme. Der WWF forderte in der Vergangenheit wiederholt einen Fangstopp im Mittelmeer. Er wird sich auch künftig für ein generelles Verbot der Ringwadenfischerei auf Roten Tunfisch im Mittelmeer einsetzen. „Dass die EU Flotte in zwei Wochen ihre gesamte Jahresquote an Rotem Tun ausfischt, ist kein Zeichen für eine Erholung der Bestände - sondern zeigt die immense Überkapazität in dieser Fischerei“, sagt Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF. „Der Einsatz von Ringwadenschiffen in dieser Fischerei ist weder angemessen noch nachhaltig – und ökologisch untragbar“.
Die französische Ringwadenflotte hatte am 8 Juni bereits 1.456 Tonnen gefangen. Das sind 86 Prozent ihrer jährlichen Quote. Die spanische Fischereiflotte war bereits bei 90 Prozent angekommen und landete 728 Tonnen Tunfisch an. „Dass diese High-Tech-Schiffe für 50 Wochen an der Hafenmauer festliegen, ist absurd. Dass sie überhaupt zum Fischen fahren können, liegt nur an den riesigen Subventionen, die die EU ihnen gewährt hat“, so Schacht weiter.
Die Bestände brachen in den letzten 50 Jahren im Mittelmeer um 75% ein. Die fortpflanzungsfähigen Bestände gelten als akut gefährdet. (König, 2010c)
Am Ende des 23. März ging die Tagesordnung wieder zu den Meeresbewohnern über. Die USA hatten den Antrag gestellt, 31 Arten der wertvollen roten und rosa Korallen in Anhang II aufzunehmen.
In dem Tagesordnungspunkt ging es um die 30 Arten der Familie Coralliidae, die kommerziell wertvollsten Korallen. Sie werden seit Jahrtausenden gefischt und Millionen von ihnen werden auf dem Weltmarkt gehandelt. Nach dem Vorschlag der USA ist diese Fischerei die größte Bedrohung für die Gattung. Die Fänge haben seit den 1980er Jahren um 60 bis 80 Prozent zurückgegangen. Veränderungen in der Größenverteilung in den Beständen der Fanggebiete führen zu einem Verlust von 80 bis 90 Prozent der fortpflanzungsfähigen Einzeltiere (Polypen). Das bedeutet, dass viele junge Polypen in den Riffen leben, aber weniger ältere, geschlechtsreife. Die internationale Nachfrage hat dazu beigetragen, dass ein bekannter Bestand nach dem anderen ausgebeutet wurde. Und neu endeckte Populationen sind rasch erschöpft. Doch Anfang Dezember 2009 schloß eine Gruppe von Fachleuten der Welternährungsorganisation FAO, dass die verfügbaren Beweise den Vorschlag zu Aufnahme aller Arten der Gattung Coralliidae in Anhang II nicht stützen.
Mehr zur Lage der Roten Korallen im Mittelmeer.
Drei Jahre nachdem ein ähnlicher Vorschlag auf der vergangenen Konferenz scheiterte, wiesen ihn die Vertragsstaaten auch in Doha zurück. 64 Staaten stimmten dafür, 59 dagegen und 10 enthielten sich. Ein knappes Ergebnis. Schwarze Korallen sind bereits geschützt. Damit ist auch die Rote Koralle, als Bestandteil von Schmuck und Medizinprodukten beliebt, weiterhin der starken kommerziellen Nutzung schutzlos ausgeliefert. Inzwischen gibt es nach WWF-Angaben im Mittelmeer fast nur noch kleine, nicht fortpflanzungsfähige Kolonien.
Ein besonders heikles Thema wird auf dieser Artenschutzkonferenz wieder das Elfenbein sein. Vor 20 Jahren verhängte die CITES ein Handelsverbot für die Elefantenstoßzähne. Daraufhin fielen die Preise und die Wilderei gingen zurück. Doch dieses Verbot wurde in den betroffenen Ländern nun unzureichend durchgesetzt. „Experimentelle Verkäufe“ durch Tansania und Sambia verschlimmerten nach Angaben der Internetbewegung AVAAZ.org die Lage. Die Lager für die Einmalverkäufe habe es nun möglich gemacht, illegales Elfenbein zu „waschen“ und als legal zu verkaufen. Die Wilderei auf Elefanten ist jedoch momentan so hoch wie seit Jahrzehnten nicht und nährt die Kontroverse, erklärt das BMU. Die zwei Staaten seien Hochburgen der Wilderei, weis der NABU zu berichten. Laut AVAAZ.org sind kriminelle Elfenbein-Syndikate für die Jagd verantwortlich. Schon heute würden jedes Jahr 30.000 Elefanten erschossen und ihre Stoßzähne mit Äxten und Kettensägen entfernt.
Die beiden Länder haben nun Anträge eingereicht, ihre Elefanten-Bestände von Anhang I auf Anhang II herunterzustufen und einmalige Elfenbein-Lagerverkäufe zuzulassen. „Sollten diese Anträge genehmigt werden, muss erneut mit einem massiven Anstieg der Wilderei und des Elfenbeinschmuggels gerechnet werden“, kommentiert Söhner. „Darüber hinaus würde das selbst auferlegte Handelsmoratorium der afrikanischen Staaten, wonach diese von 2009 bis 2017 kein Elfenbein verkaufen dürfen, ad absurdum geführt.“ Mit seiner Meinung ist die Umweltschutzorganisation nicht allein. Laut BMU setzt sich Deutschland dafür ein, vorsorglich zu handeln, so lange die Ursachen der Wilderei nicht genau bekannt sind. Denn die Freigabe von Elfenbein kann möglicherweise auch zu einer Zunahme der Wilderei führen. Eine Gruppe von Staaten habe mit einem Gegenantrag reagiert, der das Handelsverbot um 20 Jahre verlängert.
Die Anträge Tansanias und Sambias, einmaligen Handel mit Elfenbein wieder zuzulassen, scheiterte. Den WWF freut diese Entscheidung. „Besonders die Ablehnung des Antrags von Tansania ist von entscheidender Bedeutung für den Schutz afrikanischer Elefanten. Die Vertragsstaaten haben sich mit ihrem Votum zu einem Schutz der Elefantenbestände bekannt“, erklärte der auf der Konfernez anwesende WWF-Fachmann Volker Homes. Tansania wollte dreierlei:
Stattdessen wird der Aktionsplan zur Bekämpfung von Elefanten-Wilderei und illegalem Handel verstärkt.
WWF und nano zum Ergebnis. Durch den Einmalverkauf wäre kein Tier gestorben, denn das Elfenbein liegt ja auf Lager. Dennoch hat der WWF Bedenken. „Auch wenn einige Verbreitungsstaaten in Afrika Erfolge im Schutz und Management mit ihren Elefantenpopulationen erzielen konnten, hält der WWF die Festlegung eines einmaligen Exportverkaufs für den kommerziellen Handel mit Rohelfenbein momentan für nicht indiziert“, erklärt Volker Homes. Der WWF begründet dies damit, dass sich die staatlichen Schutzmaßnahmen für die Elefantenpopulation gerade in Tansania in den vergangenen Jahren konstant verschlechtert hätten. Für fast die Hälfte des registrierten, staatlichen Lagerbestandes gäbe es auch keinen gesicherten Herkunftsnachweis.Der Biologe Alfred Kikoti von der African Wildlife Foundation, der im dortigen Ambuseli Park Elefanten erforscht, erklärte im Wissensmagazin nano, die Populationen hätten in den 1980er Jahren einen Tiefpunkt gehabt und sich inzwischen wieder erholt. Elefanten sind die Hauptattraktion für die Touristen. Deshalb war es auch die Tourismusindustrie, die den Verkauf stets kritisierte. Sie befürchtete, dass die Besucher aus Protest fernbleiben. Das Geld sollte nach Angaben der Regierung in den Schutz der Elefanten fließen. Schutz der Tiere vor der Wilderei, die auch die Lager mit Elfenbein füllten. Doch gegen sie sind die Elefantenschützer oft machtlos. Dazu äußerte sich in nano Mburukati Ole Kasere von der Bürgerwehr Irkaswaa. Seine Kollegen müssen sich mit Stöcken gegen die modernen Waffen der Wilderer verteidigen und werden bedroht, wenn sie sich als Tierschützer zu erkennen geben. Er wünschte sich Waffen. Doch die fest angestellten Ranger tragen sehr wohl moderne Gewehre. In Kenia ist die Lage nicht besser. (Gramling, 2010; Brase, 2010)
Die Lagerräume. Finden die Ranger einen toten Elefanten, etwa weil er eines natürlichen Todes gestorben ist oder sich angeschossen in das Reservat rettete und dort starb, bringen sie die Stoßzähne speziell dafür vorgesehene Lagerräume. Dort liegen Millionenwerte. Schon ein Stoßzahn von 30 Kilogramm Gewicht bringt auf dem Schwarzmarkt 6.500 Euro oder 8775 Dollar. Ein Wildhüter des kenianischen Parks Tsavo-East sagte dazu in nano, die Lager seien randvoll und man müsse nun nach neuen Räumen suchen. Moses Lithoro vom Kenia Wildlife Service sagte dazu, vor einigen Jahren habe Südafrika Stoßzähne verkauft und kurz darauf stieg die Wilderei in Kenia. Das sei immer so. „Der Markt ist unersättlich. Gibst du ihm was, will er immer mehr.“ (Brase, 2010)
Problem Armut und Buschfleisch. In Teilen West- und Zentralafrikas sind Elefanten zum großen Teil ausgerottet. In der Zentralafrikanischen Republik haben nur noch wenige hundert Elefanten überlebt. 40.000 Tiere sind in ganz Zentralafrika übriggeblieben. Dort geht es nicht um das Elfenbein, sondern um ganz normale Jagd. Der größte Teil des Geldes machen die Jäger also nicht mit den Stoßzähnen sondern mit dem Fleisch, so nano. Elfenbein ist dabei nur ein willkommener Nebenverdienst. Das so genannte Buschfleisch, also Wildfleisch, bringt auf den Märkten der Zentralafrikanischen Republik fünf Dollar pro Kilogramm. 300 Kilogramm davon gibt ein Elefant her. Es muss mehr sein, denn 5 Dollar/kg * 300 kg macht 1500 Dollar, was weit unter dem Preis der Stoßzähne auf dem internationalen Markt liegt. Nimmt man ein Gewicht von 7.000 Kilogramm an und die Hälfte davon an verwertbarem Fleisch, käme man bereits auf 17.500 Dollar. Doch auch die Kunden, die nano zeigte, freuen sich. Ein Stück für 5000 Franc oder 8 Euro liefert einer Familie Fleisch für eine Woche. Das werde ein Festmahl, freute sich das Ehepaar. Die Bekämpfung der Armut würde hier die Tiere retten und nicht das Verbot des Elfenbeinhandels.Buschfleisch ist aber auch kein reines Elefantenproblem. Auch andere Tiere, selbst Menschenaffen sind betroffen. (Brase, 2010 und andere) Sein Anteil geht auch nicht in die Statistiken zum Fleischverzehr ein, die schließlich nur die Landwirtschaft berücksichtigen.
Konservierung des Fleisches in der Hitze. Tierrechtler halten Fleisch für gefährlich, weil es schnell verdirbt. In der Hitze Afrikas sollte das noch schneller geschehen. Doch die Wilderer räuchern es, wie nano zeigte. So bleibt es über Wochen genießbar.(Brase, 2010)
Nach CITES-Bestimmungen ist es verboten, Rohelfenbein aus Beschlagnahmungen im Rahmen eines einmaligen, staatlichen Gesamtverkaufs zu veräußern. Stoßzähne von Tieren, die eines natürlich Todes gestorben sind, dürften hingegen verkauft werden. Die Staatsbestände Tansanias seien jedoch in dieser Hinsicht als „kritisch“ zu bewerten. (Gramling, 2010)
Die Position der EU ließ aus Sicht des NABU zu wünschen übrig. Uneinigkeit innerhalb der Mitgliedstaaten bezüglich einzelner Anträge hat zu einer lähmenden Patt-Situation geführt. Anstatt sich für die Elefanten stark zu machen, enthielt sich die Union ihrer Stimme. Glücklicherweise konnten sich genug andere Länder dazu durchringen, die Herabstufung der Elefanten in Tansania und Sambia von Anhang I auf Anhang II zu verhindern. „Diese schwache Haltung der EU zu diesen wichtigen Artenschutzfragen ist in unseren Augen nicht tragbar. Wir wissen, dass Deutschland sich wiederholt bemüht hat, hier positiv Einfluss zu nehmen. Zumindest ein kleiner Trost“, so Finke abschließend.
Nach Einschätzung des WWF gehören Afrikanische Elefanten zu den wenigen Gewinnern der Konferenz. So sind Tansania und Sambia mit ihren Anträgen gescheitert, eine Lockerung des Verbots beim Elfenbeinhandel herbeizuführen. „Besonders die Ablehnung des Antrags von Tansania ist von entscheidender Bedeutung für den Schutz afrikanischer Elefanten. Die Vertragsstaaten haben sich mit ihrem Votum klar zum Schutz dieser Art bekannt“, erklärt WWF-Experte Homes.
Hauptbedrohung für den Eisbären ist die Erderwärmung und das Abschmelzen des Packeises am Nordpol. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an die USA, in Kopenhagen endlich konkrete Zusagen für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes zu machen. Eine andere Gefährdung des Eisbären könnte die Staatengemeinschaft auf der Artenschutzkonferenz beenden: Den internationalen Handel mit Fellen und Jagdtrophäen.(Freyer, 2009)
Wissenschaftler schätzen den Bestand des Polarbären Ursus maritimus weltweit auf 20.000 bis 25.000 Tiere. In 100 Jahren, so schätzen sie, sind 80 Prozent davon verschwunden. Durch das rasche Abschmelzen der Polkappe wird ihr Lebensraum kleiner. Damit verlieren sie ihre Kinderstube und ihr Jagdrevier. 2005 waren 25 Prozent der Bestände rückläufig, heute (2010) sind es schon 50 Prozent. Dennoch geht die Jagd für den kommerziellen Handel weiter, so Pro Wildlife. Die Temdenz sei steigend: 2007 wurden 563 Eisbärfelle und 138 Jagdtrophäen verkauft, vor allem nach Europa und Japan. Die meisten der Produkte stammen aus Kanada, obwohl dort die Hälfte der Bestände rückläufig sind. Grönland hat zwar 2008 die Ausfuhr von Eisbärfellen ausgesetzt, plant aber, den Handel wieder aufzunehmen und hat alleine für 2010 schon 130 Tiere zum Abschuss frei gegeben. Alle anderen Staaten, die bisher solche Produkte ausführten, verbieten bereits den Export, so Pro Wildlife. „Die Eisbären sind durch den Klimawandel akut gefährdet“, so die Pro Wildlife Sprecherin Daniela Freyer. „Jedes zusätzlich abgeschossene Tier bedeutet einen unverantwortlichen Blutzoll. Das muss ein Ende haben.“ (Freyer, 2009)
Auch der Schutz des Eisbären steht in Katar auf der Tagesordnung. Ein Antrag der USA fordert auf, den „Botschafter des Klimawandels“ ebenfalls zukünftig in Anhang I der Konvention zu listen und somit jeglichen Handel mit der Art oder Fellen zu unterbinden. Dieses Anliegen wird laut Bundesumweltministerium von Deutschland und auch der EU-Kommission unterstützt. Eisbären leben überall auf dem arktischen Eis innerhalb fünf Staaten: Kanada, Grönland (also Dänemark), Norwegen, der Russischen Föderation und den Vereinigten Staaten. Nach dem abgelehnten Vorschlag könnten das Abschmelzen ihres Lebensraums, ihre Nutzung, Handel, Krankheiten, Jagd und Kontamination durch gefährliche Substanzen die Art gefährden. Der Vorschlag bemühte sich, dass der Handel nicht mit den anderen Bedrohungen in einen Topf geworfen wird.
Am Morgen des 18.3.2010 wurde der Antrag durch eine Mehrheit von Regierungen, geführt von Kanada, zurückgewiesen. 62 Staaten stimmten dagegen, 48 dafür und 11 enthielten sich. Dabei berücksichtigten sie die Kenntnisse der einheimischen (indigenen) Bevölkerung, die unter den harten Bedingungen der Arktis leben und die Rolle der Eisbären in der Kultur und Wirtschaft dieser Völker. „Wir haben keine Bäume, wir haben keine Pflanzen, wir haben nur Polarbären“, sagte ein Vertreter der Inuvialuit-Jäger, der an der Sitzung teilnahm. Sie waren nicht davon überzeugt von den Vorteilen des Handelsverbots für diese Arten, die bereits in Anhang II aufgeführt sind. Der internationale Handelsstopp für Eisbären und Eisbärprodukte scheiterte an der fehlenden Zustimmung der EU. Ihre 27 Stimmen hätten das Blatt für den weißen Bären zum Guten wenden können.
Deutschland begrüßt auch die von der Europäischen Gemeinschaft eingebrachte Entschließung zur Verschärfung der CITES-Resolution zur Erhaltung von Tigern. Darin wird gefordert, dass die Zucht asiatischer Großkatzen in Gefangenschaft ausschließlich der Arterhaltung dienen soll. Nur noch 3500 Tiger leben in Freiheit. Ein Handel gezüchteter Tiger, seiner Knochen oder Felle darf nicht erfolgen. Auch hier gilt: Sollte der Handel wieder zugelassen werden, dann droht die Wilderei zu eskalieren.
Als Erfolg wertet der WWF eine Resolution zum effektiveren Schutz der letzten 3.200 Tiger in freier Wildbahn. Der von der Europäischen Union eingebrachte Text war in seiner ursprünglichen Form zwar am Widerstand der Tigerverbreitungsstaaten gescheitert. Immerhin konnten sich die Verhandlungsdelegationen auf einen Kompromissvorschlag einigen. Demnach soll die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Kampf gegen Wilderei und Schmuggel mit Tigern verbessert werden. Außerdem wurde angekündigt, eine internationale Tiger-Datenbank für ein besseres Monitoring aufzubauen. Der WWF kritisiert jedoch, dass eine der Hauptbedrohung, nämlich die asiatischen Tigerfarmen,im finalen Text keine Berücksichtigung mehr finden. Aktuell gibt es Bestrebungen von entsprechenden Lobbygruppen nationale Handelsverbote für Zuchttiger zu lockern. Das würde, so befürchtet der WWF, die Wilderei allerdings weiter anheizen.
Am 23.3.2010 stellten die Delegierten den Guatemala Schwarzleguan (Ctenosaura palearis) und drei andere Leguanarten unter Schutz. Sie sind in Zentral- und Südostmexiko, auf der Halbinsel Yucatan und in Mittelamerika zu Hause. Sie leben hauptsächlich vegetarisch, ergänzen ihre Kost aber auch durch Insekten wie Ameisen, Wespen und Käfer. Es ist bekannt, dass sie auf dem internationalen Markt für exotische Haustiere gefragt sind. Die potenziellen Halter leben vor allem in Europa und den USA. (Vasquez, 2010a)
Der CITES Gipfel beschloß auch Maßnahmen zum Schutz einer ganzen Klasse von Laubfröschen aus Mittel- und Südamerika. Sie sind vom Verlust ihres Lebensraums und der Pilzkrankheit Chytridiomycosis bedroht. Einige der Arten werden international gehandelt. (Vasquez, 2010a)
Die Konferenz fuhr mit weiteren Landtieren fort. Für einen in der Islamischen Republik Iran endemisch (also nur dort) lebenden Salamander wurde in Anhang I aufgenommen, also der internationale Handel verboten. Der Salamanderartige Bergmolch Zagros Molch (Neurergus kaiseri), ist in seiner Heimat geschützt. Der WWF nennt ihn den Die Hauptbedrohung liegt also im interationalen Handel. In der Natur gefangene Tiere wurden illegal exportiert und enden schließlich in den Terrarien von Tierfreunden. Wikipedia sieht weitere Gefährdungen in den eng begrenzten Lebensräumen, die ein Aussterben begünstigen, und in der Verschmutzung der Gewässer mit Agrochemikalien (wie Pestiziden). Auch Wasserbauprojekte (Staudämme besonders in der Osttürkei) tragen dazu bei. Der nun geschützte Neurergus kaiseri werde von der IUCN als „endangered“ (stark gefährdet), die anderen Arten der Gattung Neurergus als „vulnerable“ (gefährdet) eingestuft. (Vasquez, 2010a)
Dazu der WWF: Die internationale Staatengemeinschaft gewährt auch dem Zagros-Molch aus dem Iran eine Verschnaufpause. Der boomende Internethandel hatte die Art an den Rand der Ausrottung geführ.t Zukünftig dürfen die wegen ihres Musters bei Sammlern sehr begehrten Tiere nicht mehr im Ausland verkauft werden. In freier Wildbahn leben nach WWF-Angaben derzeit weniger als 1000 Exemplare.
Mit Anträgen zum Schutz der Roten Koralle, des Blauflossentunfischs und diverser Haiarten hätte die internationale Staatengemeinschaft auf der UN-Artenschutzkonferenz in Doha die Gelegenheit gehabt, die Artenvielfalt in den Meeren besser zu schützen. Doch diese Chance wurde nach Einschätzung des WWF verspielt. Alle Anträge zum Schutz der Meeresbewohner sind bei den Abstimmungen durchgefallen. „Es findet ein Ausverkauf des Mittelmeeres an den Meistbietenden statt“, fasst Homes die Entscheidungen zusammen.
Auch die Bilanz des Naturschutzbundes zum Ende der Konferenz ist ernüchternd: Die großen Verlierer sind die Meeresbewohner wie der Atlantische Blauflossen-Thunfisch und die Haie. „Es ist enttäuschend, wie die Vertragsstaaten im offiziellen UN-Jahr der biologischen Vielfalt den Ausverkauf der marinen Arten zulassen können. Die Mehrheit der CITES-Staaten war nicht gewillt, der Plünderung unserer Meere einen Riegel vorzuschieben“, kommentierte NABU-Artenschutzexpertin Claudia Praxmayer. Weder der Atlantische Blauflossenthunfisch, noch die drei Hammerhai-Arten, der Weißspitzen-Hochseehai, der Dornhai, der Heringshai oder die Roten und Rosa Korallen haben den Sprung auf einen CITES- Anhang geschafft. Eine Listung hätte endlich den Weg für die dringend notwendige Überwachung und Regulierung des internationalen Handels mit diesen bedrohten Arten möglich gemacht.
Japan, das Gastgeberland der diesjährigen 10. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zur Biologischen Vielfalt, habe in Doha dafür gesorgt, dass die Artenvielfalt unserer Erde noch stärker unter Druck gerät. Japan hat erfolgreich die CITES-Listung einiger gefährdeter Arten verhindert. Dass es sich dabei überwiegend um wertvolle Arten aus dem Meer handelt, überrascht wenig. „Der Wert dieser Fischarten wird ausschließlich in harter Währung bemessen, ihre düstere Zukunft interessiert niemanden. Wir sind entsetzt, wie verantwortungslos hier mit unseren natürlichen Ressourcen umgegangen wird“, kritisierte NABU-Artenschutzexpertin Heike Finke. Unterstützung auf breiter Front erhielt Japan von seinen asiatischen Nachbarn China, Indonesien, Vietnam und Korea.
Zu den Gewinnern zählen die gesamte Gattung der Rotaugenlaubfrösche, vier Leguanarten und der farbenfrohe Zagrosmolch, die ab jetzt besser vor der Bedrohung durch den internationalen Handel geschützt sind. „Wir sind immerhin froh, dass es neben den vielen Verlierern wenigstens noch ein paar Gewinner gibt. Elefanten in Tansania und Sambia bleiben weiterhin in der höchsten Schutzkategorie und Luchse auf Anhang II“, so Finke.
„Die Vertragsstaaten haben es versäumt, im UN-Jahr der Biodiversität ein klares Signal gegen den Artenschwund zu setzen,“ sagt Dr Ralf Sonntag, Leiter des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) in Deutschland. „Der Artenschutz hat deutlich gegen Fischereiinteressen verloren. Dabei ist es höchste Zeit vielen Tierarten Schutz zu gewähren. Anstatt unsere Erde zu schützen, haben sich Politiker beim Hinterzimmergeschacher von kurzfristiger Profitgier beeinflussen lassen. Wieder einmal haben sie dabei versagt, langfristig zu denken und zu handeln.“
Brase, 2010: Jörg-Hendrik Brase, Elfenbein, in: nano, 22.3.2010, 18.30 Uhr
Dinkelmeyer, 2010: Andreas Dinkelmeyer, Artenschutzkonferenz: Haie weiter ungeschützt, Pressemitteilung, IFAW, 23.3.2010
Dinkelmeyer, 2010a: Andreas Dinkelmeyer, CITES-Konferenz: Krise für den Artenschutz, Pressemitteilung, IFAW, 25.3.2010
Finke, 2010a: Heike Finke, Strengere Schutzmaßnahmen für Meeresräuber, Pressemitteilung, Naturschutzbund, 29.01.2010
Finke, 2010b: Heike Finke, Fünf Haiarten gehen unter, Pressemitteilung, NABU, 23.3.2010
Finke, 2010c: Heike Finke, Ernüchternde Bilanz der CITES-Konferenz, Pressemitteilung, NABU, 25.3.2010
Freyer, 2009: Daniela Freyer, USA fordern Handelsverbot für Eisbären, Pressemitteilung, Pro Wildlife, 7.12.2009
Gramling, 2010: Roland Gramling, Verbot von Elfenbeinhandel wird nicht gelockert, Pressemitteilung, WWF, 22.3.2010
Gramling, 2010a: Roland Gramling, Haie am Abgrund, Pressemitteilung, WWF, 23.3.2010
Gramling, 2010b: Roland Gramling, Der Kniefall von Doha, Pressemitteilung, WWF, 25.3.2010
König, 2010a: Britta König, Roter Tun: EU will Handelsverbot mit Hintertür, Pressemitteilung, WWF, 11.3.2010
König, 2010b: Britta König, Roter Tunfisch geht den Bach runter, Pressemitteilung, WWF, 18.3.2010
König, 2010c: Britta König, WWF: Überkapazität der Fangflotte bedroht Bestand des Roten Tuns, Pressemitteilung, WWF, 10.6.2010
Schwarte, 2010: Dr. Christiane Schwarte, Tag des Artenschutzes 2010, Röttgen: Weichen für wirksamen internationalen Artenschutz neu stellen -- Washingtoner Artenschutzübereinkommen soll Schutz von Eisbären, Tigern und Haien verbessern, Pressemitteilung, Bundesumweltministerium, 2.3.2010
Söhner, 2010: Christina Söhner, Artenschutztag: Roten Thunfisch vor dem Aussterben schützen, Elfenbeinhandel verbieten, Pressemitteilung Bündnis90 / Die Grünen, 1.3.2010
Vasquez, 2010: Juan Carlos Vasquez, Governments not ready for trade ban on bluefin tuna, Pressemitteilung, CITES, 18.3.2010
Vasquez, 2010a: Juan Carlos Vasquez, More terrestrical fauna placed under CITES, Pressemitteilung, CITES, 18.3.2010
Weitlaner, 2010: Wolfgang Weitlaner, Internet ist große Bedrohung für seltene Arten, pressetext.austria, 22.3.2010
Autor: Jörg Wieprzeck
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04.02.2010: Artikel angelegt
03.03.2010: Neu sind Informationen und Stellungnahmen von Bündnis 90 / Die Grünen und dem Bundesumweltministerium.
19.03.2010: Die zwei Schutzanträge der EU und Monacos für den Roten Tun fanden auf der Konferenz keine Mehrheit.
20.03.2010: Auch der Schutz der Eisbären wurde abgelehnt.
23.03.2010: Die Anträge, den Handel mit Elefantenprodukten begrenzt wieder zuzulassen, sind abgewiesen.
23.03.2010: Einige Leguane, Frösche und Salamander sind unter Schutz gestellt.
23.03.2010: Auch der Heringshai ist unter Schutz gestellt, nicht aber andere Haiarten.
24.03.2010: Das Internet bedroht seltene Arten.
25.03.2010: Kommentar des Naturschutzbundes zum Verhandlungsergebnis zum Haischutz.
26.03.2010: Der Artikel ist überarbeitet und enthält nun die Stellungnahmen einzelner Umweltschutzorganisationen.
10.06.2010: Ein Nachtrag: EU-Kommissarin Maria Damanaki stoppte gestern die Ringwadenfischerei auf Roten Tun.
CITES - Das Washingtoner Artenschutzabkommen
COP-15 des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) Teil 1: Die Tiere
COP-15 des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) Teil 2: Die Pflanzen
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